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Naturschwimmbad Kappel muss noch warten

Von Ralf Morys – Badische Zeitung – Mo, 24. Januar 2022

Der beschlossene Umbau des Freibad Kappels in ein Naturschwimmbad ist auf die nächsten Jahre verschoben worden. Der Grund ist, dass es derzeit kein Bundesförderprogramm dafür gibt.

Die Verwandlung des Freibads Kappel in ein Naturschwimmbad, wie vom Gemeinderat beschlossen, kommt selbst bei optimalen Rahmenbedingungen frühestens für die Jahre 2024/25 in Betracht.

Der erneute zeitliche Aufschub hat seinen Grund. Die Gemeinde hofft für den Umbau in ein Naturschwimmbad auf einen 90-prozentigen Zuschuss aus dem Bundesförderprogramm „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“. Der Bund füllte im Jahr 2021 diesen Fördertopf mit 600 Millionen Euro. Für ein Projekt sollten maximal bis zu drei Millionen Euro an Förderung bezahlt werden.

Um das 1934 gebaute Kappler Freibad umzubauen und es mit seinem landschafts- und naturnahen Flair weiter als Zentrum des dort zu entwickelnden Freizeitbereichs erhalten zu können, ist Lenzkirch auf die Bundeszuschüsse angewiesen. Sie würden den Weg und damit den Einstieg in das Projekt frei machen. Der erste Versuch im vergangenen Jahr, an die Fördermittel zu gelangen, ist fehlgeschlagen. Das Förderprogramm war um ein Vielfaches überzeichnet und so ging das Lenzkircher Projekt leer aus. Gleiches gilt auch für die Stadt Titisee-Neustadt, die für die Sanierung der leichtathletischen Anlagen im Stadion ebenfalls Fördermittel beantragte und auch keine Berücksichtigung fand.

Für das laufende Jahr 2022 steht kein Fördertopf für die Sanierung kommunaler Sport-, Jugend- oder Kulturstätten in Berlin bereit. Die alte Bundesregierung hat vergangenes Jahr das Förderprogramm nicht verlängert und die neue Regierung ist erst kurz vor dem Jahreswechsel gebildet worden. Wenn dieser Fördertopf für 2023 wieder gefüllt wird, wirft Lenzkirch seinen Hut wieder in den Ring und bei Berücksichtigung könnte die Umsetzung dann 2024/25 beginnen, erläuterte Bürgermeister Graf den Gemeinderäten. Es mache deshalb Sinn, das Projekt Naturschwimmbad Kappel in die nächsten Jahre zu verschieben. „Und wir hoffen, dass der Topf wieder gefüllt wird in Berlin“, ergänzte Gemeinderat Raoul Mügge.

Die Null steht aber dennoch nicht im Finanzhaushalt 2022 der Gemeinde für das Freibad Kappel. 15 000 Euro sind für einen Hausanschluss vorgesehen. Und das Thema Abwasser soll mit einer Freispiegelleitung einer Lösung zugeführt werden. Für deren Verlegung im öffentlichen Bereich stehen 55 000 Euro bereit.

Lesen Sie hier den Artikel in der Badischen Zeitung von 24.Januar 2022.